Triamed Kreisklinik Prien am Chiemsee
Akademisches Lehrkrankenhaus
der Ludwig-Maximilians Universität München
Kommunalunternehmen der
Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim
Triamed Kreisklinik Prien a. Chiemsee
Harrasser Str. 61 - 63
83209 Prien a. Chiemsee
Tel.: 08051/600-0
     
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Frischzellenkur für Kreisklinik


Prien - Die Diagnose von Vorstand und Politik war eindeutig: Die Triamed-Kreisklinik Prien braucht dringend eine Frischzellenkur. Behandlungskosten: rund 30 Millionen Euro. Ein Großteil des Komplexes stammt aus den 60er Jahren.

Dieser Z-förmige Bau soll abgerissen und durch einen modernen Trakt ersetzt werden, dessen Patientenzimmer allesamt Blick auf den Chiemsee haben und sich damit den Standortvorteil zunutze machen. Nur der nördliche Teil, der in den 80er Jahren ergänzt wurde, bleibt stehen.

Seit fast zwei Jahren feilt Klaus-Peter Fischer an den Plänen. Der Vorstand des Kommunalunternehmens der Kreiskrankenhäuser, einer Gesellschaft des Landkreises, in der die Kliniken Prien, Bad Aibling und Wasserburg zusammengefasst sind, stellte im Marktgemeinderat nun den Antrag für den ersten Bauabschnitt: ein Gesundheitszentrum, das als leicht geschwungener Bau die Klinik ergänzen soll.

3000 Quadratmeter Nutzfläche

Das Gremium gab einstimmig grünes Licht für den Trakt mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche, verteilt auf fünf Stockwerke. Von der Harrasser Straße werden nur vier Etagen zu sehen sein, weil das Fahrbahnniveau etwa sieben Meter höher liegt als das Areal Richtung See, erläuterte Architekt Marc Rehle aus München. Auch die Fassade wird zur Straße schmaler als zum See, weil das Gebäude etwas geschwungen konzipiert ist.

Unten ist eine Abteilung für ambulante Rehabilitation vorgesehen, darüber drei bis fünf Facharztpraxen, über deren Belegung noch nicht entschieden sei, wie Fischer der Chiemgau-Zeitung sagte. Im zweiten Stock sollen ambulante OPs entstehen, auf gleicher Ebene mit den stationären OPs im verbleibenden Kliniktrakt. Die beiden oberen Etagen sind «Wahlleistungs-Pflegestationen mit gehobener Ausstattung», so die offizielle Bezeichnung. Dort sollen sich Privatpatienten erholen.

50 Parkplätze sollen zwischen Harrasser Straße und Zentrum zur Verfügung stehen - «in Grün eingebettet», wie Rehle betonte. Als «Schmankerl» stellte der Architekt einen vollverglasten Aufzug vor, in dem Besucher mit Blick auf das Bayerische Meer in die oberen Etagen fahren können.

Schwesternwohnhaus muss weichen

Für das Gesundheitszentrum muss das alte Schwesternwohnhaus auf dem Grundstück nördlich der heutigen Klinik weichen - das Areal stellt der Landkreis für die Erweiterung zur Verfügung. Dieser erste Bauabschnitt wird auf acht Millionen Euro taxiert. Je nach Wetterlage sollen die Arbeiten Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres beginnen. 15 Monate Bauzeit werden angesetzt.

Fördermittel sind Grundvoraussetzung

Für diesen ersten Teil der Frischzellenkur gibt es keine Fördermittel. Fischer erläuterte, dass die Gegenfinanzierung über Mieteinnahmen geplant ist, denn ein Großteil des Gesundheitszentrums soll vermietet werden. Auch die Privatstationen an eine noch zu gründende Tochter des Kommunalunternehmens.

Zunächst aber müssen in München die Fördermittel für das 30-Millionen-Gesamtprojekt genehmigt werden, das dann bis 2011 stehen soll.

Ende Mai fällt in der Landeshauptstadt wahrscheinlich die Entscheidung. Fischer ist zuversichtlich, weil auch «der Freistaat die Konzeption begrüßt hat», wie er in der Sitzung sagte.

Dann könnte in der ersten Jahreshälfte 2009, wenn der erste Bauabschnitt abgeschlossen ist, die Runderneuerung der alten Klinik anlaufen. Während der Bauzeit soll das Zentum als Ausweichquartier genutzt werden.

Der Gemeinderat knüpfte sein Ja zum Gesundheitszentrum an eine gütliche Einigung mit dem nördlichen Nachbarn. Wegen Einschränkungen während der Bauzeit und den Abstandsflächen steht der Triamed-Vorstand bereits in Verhandlungen. Auch über die Fassade ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die farbliche Gestaltung und die Holzverkleidung der beiden oberen Stockwerke mit den Privatstationen könnte sich noch etwas ändern.

1,6 Millionen Euro

für Elektrozentrale

Sicher ist dagegen, dass ab Juli gebaut wird. Als Vorbereitung für die Frischzellenkur entsteht zur Harrasser Straße hin für rund 1,6 Millionen Euro eine Elektrozentrale. 1,44 Millionen davon zahlt der Staat. Dieser Bau wird später einmal im Erdreich verschwinden, weil darüber eine Zufahrt verlaufen soll. Chiemgau Zeitung, 28.04.2007, Dirk Breitfuß
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