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Prien (db) - Der Start der Generalsanierung der Triamed-Kreisklink rückt immer näher.
Der Bauausschuss des Marktgemeinderates gab in der jüngsten Sitzung grünes Licht für den Bau einer neuen Elektrozentrale und einer zusätzlichen Notstromversorgung.
Einen Tag vor Weihnachten 2005 hatte Vorstand Klaus-Peter Fischer im Exklusiv-Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung die Katze aus dem Sack gelassen. Für rund 30 Millionen Euro soll bis 2011 ein modernes Krankenhaus am Chiemseeufer entstehen. Ein Großteil der alten Klinik aus den 60er- und 70er-Jahren wird verschwinden. Zwischenzeitlich sind die Planungen weit gediehen. Mehr als zwei Drittel des gesamten Investitionsvolumens sollen über öffentliche Zuschüsse gedeckt werden.
Im Herbst dieses Jahres soll der erste große Bauabschnitt in Angriff genommen werden: ein Gesundheitszentrum, das im Norden an den bestehenden Komplex angedockt wird. Es soll später mehrere ambulante Facharztpraxen beherbergen, zunächst während der Bauzeit aber als Ausweichquartier genutzt werden.
Zuvor allerdings will die Klinik eine neue Elektrozentrale bauen. Das rechteckige Gebäude wird ebenfalls nördlich der existierenden Häuser in den Hang eingepasst und soll später unter der Feuerwehrzufahrt verschwinden und nicht mehr zu sehen sein.
1,6 Millionen Euro sind für die Schaltzentrale der Stromversorgung des Krankenhauses veranschlagt.
Im dritten Stock des OP-Traktes ist außerdem eine zusätzliche Sicherheitsstromversorgung vorgesehen.
Die alte Elektrozentrale hätte auch ohne Generalsanierung der Klinik erneuert werden müssen, warb Michael Anner (CSU), jahrzehntelanger Verwaltungschef des Kreiskrankenhauses, bei seinen Ausschusskollegen für das Vorhaben. Das war aber gar nicht nötig, denn das Gremium gab dem Antrag ohne Diskussion und einstimmig grünes Licht.
Die Gesamtplanung für das 30-Millionen-Euro-Vorhaben soll in einer der nächsten Marktgemeinderatssitzungen vorgestellt werden, kündigte Bürgermeister Christian Fichtl an. Wie zu erfahren war, werden derzeit noch Änderungswünsche in die Entwürfe eingearbeitet.
Bereits mehrfach haben die Verantwortlichen in den letzten Monaten in nichtöffentlichen Sitzungen für ihre Pläne geworben. Auch Landrat Dr. Max Gimple kam dafür eigens nach Prien. Der Landkreis ist Träger des Kommunalunternehmens, in dem die drei Krankenhäuser in Prien, Wasserburg und Bad Aibling zusammengefasst sind.
Fichtl kündigte im Bauausschuss an, bei Landkreis und Klinikvorstand «weiter darauf zu drängen», etwas in Sachen erneuerbare Energien zu erreichen. Wie mehrfach berichtet, denkt die Gemeinde über großflächige Alternativen zur heutigen Versorgung mit Öl und Gas nach. Neben Geothermie, also Wärme- und Stromgewinnung aus heißem Wasser aus dem Erdinnern, wird auch über Blockheizkraftwerke nachgedacht. Solche Planspiele stehen und fallen mit der Resonanz vor allem bei potenziellen Großabnehmern wie Kliniken.
Schifffahrt setzt auf Fotovoltaik
Eine Vorreiterrolle in Sachen erneuerbare Energien übernimmt jetzt die Chiemsee-Schifffahrt. Das Unternehmen wird auf den nach Süden geneigten Dächern seiner beiden neuen Schiffshütten großflächige Fotovoltaikanlagen montieren. Die beiden knapp neun auf 39 Meter großen Bauteile sind eigentlich genehmigungsfrei. Die Schifffahrt wollte aber wegen der sensiblen Lage am See auf Nummer sicher gehen und hatte einen Bauantrag gestellt, der einstimmig abgesegnet wurde. Die Schiffshütten sollen in einigen Wochen fertig werden. Chiemgau Zeitung, 15.02.2007, Dirk Breitfuß |