Triamed Kreisklinik Bad Aibling
Kommunalunternehmen der
Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim
Triamed Kreisklinik Bad Aibling
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Marktplatz mit Selbsthilfegruppen


Auf reges Interesse stieß in der Kreisklinik Bad Aibling als «Triamed-Marktplatz» die Auftaktveranstaltung zum Projekt Selbsthilfegruppen der Berufsfachschule für Krankenpflege der Kreisklinik Wasserburg. Motto «Hand in Hand».

Zentrum war eine Ausstellung mit Informationsmöglichkeiten an verschiedenen Ständen im Eingangsbereich der Aiblinger Kreisklinik.

Dort konnten sich die Besucher auch mit Prospekten und weiteren Info-Materialien eindecken. Zusätzlich fanden in verschiedenen Räumen Vorträge und zwanglose Meetings statt. Angeboten wurden von den Schülern auch Handmassagen sowie die Kontrolle von Blutdruck und Puls. Im Vordergrund standen jedoch die Selbsthilfegruppen - Zusammenschlüsse von Menschen mit ähnlichen Problemen im gesundheitlichen, sozialen oder persönlichen Bereich ohne eine fachliche Leitung. Ziel: anhand eigener Erfahrungen in der Gruppe einander zu helfen. Diese Selbsthilfegruppen verstehen sich als Ergänzung zum Hilfsangebot sozialer Einrichtungen und Verbände. Sie bieten den Austausch von Erfahrungen, seelische Belastungen werden durch das Ansprechen der jeweiligen Ängste abgebaut.

Außerdem lernen die Betroffenen, die eigenen Krankheiten besser zu verstehen. Überdies geben die Gruppen Rückhalt und bauen das Selbstvertrauen auf.

Wichtiger Leitsatz: Selbsthilfe kann die medizinische und psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen, aber sie wirkungsvoll unterstützen.

Hier werden in der Regel Freunde gewonnen und Freizeit sinnvoll und gemeinsam gestaltet. Das bedeutet auch, neue Lebensfreude zu entwickeln.

Im Einzelnen hatten so die «AA» (Anonyme Alkoholiker) einen Stand auf dem Triamed-Marktplatz aufgebaut mit dem Hinweis, dass auch schon junge Menschen ab einem Alter von 15 Jahren in Abhängigkeit geraten. Durch die Selbsthilfegruppen, zu denen sie meist durch Freunde oder Familienangehörige gelangen, finden sie wieder in ein «normales» Berufs- und Familienleben zurück.

Darin eingeschlossen auch die «Al-Anon» («Alcoholics Anonymus Family Groups»), in denen sich Angehörige -alkoholkranker Menschen treffen und miteinander Erfahrungen austauschen. Bei der Kontinenz-Selbsthilfegruppe ging es auch darum, das Tabu der Harn- und Stuhlinkontinenz aufzuheben. Hier sei es wichtig, dass diese Krankheit offen angesprochen werde.

Weitere Informationen gab es zum Thema «ADHS» -(Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung), deren Kennzeichen im Wahrnehmungsbereich, unter anderem durch leichte Ablenkbarkeit und mangelndes Durchhaltevermögen, im sozialen Bereich (spontanes Handeln ohne vorheriges Nachdenken) und im motorischen Bereich (Ungeschicklichkeit in der Grob- und Feinmotorik, falsche Kraftdosierung) liegen.

Betroffen davon sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Weitere medizinische Selbsthilfegruppen informierten über MS (Multiple Sklerose) und rheumatische Erkrankungen.

Hier werden Wege aufgezeigt, wie auch mit diesen Krankheiten ein weitgehend «normales» Leben möglich ist.

Hilfe vor allem im seelischen Bereich bietet die Gruppe «Verwaiste Eltern».

Eltern oder Elternteile, die ein Kind unter 18 Jahren durch Frühtod, Fehlgeburt, plötzlichen Kindstod, Unfall oder Gewaltverbrechen verloren haben, können hier in einer Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit im Kreis ebenfalls Betroffener ihren persönlichen Weg durch die Trauer finden. Mangfallbote, 30.05.2007, uhe
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