Wasserburg (koe/re) - Zwischen der Triamed Kreisklinik Wasserburg und dem Praxiszentrum für Orthopädie und Sporttraumatologie in Ebersberg mit Dr. Haller und Dr. Remiger gibt es seit November eine Kooperation. Damit soll in Wasserburg vor allem die Endoprothetik, also Operationen für künstliche Gelenke, ausgebaut werden.
Die beiden neuen Kooperationsärzte werden «eng mit dem chirurgischen Chefarzt der Triamed-Kreisklinik Wasserburg, Dr. Clemens Bitter, im Bereich der chirurgischen Orthopädie und Endoprothetik zur Versorgung aller Patienten aus der Region Wasserburg und Umgebung zusammenarbeiten», heißt es in einer Pressemitteilung. Bisher haben Dr. Haller und Dr. Remig in der Kreisklinik Ebersberg und in der Hochriesklinik in Rosenheim operiert, was auch fortgeführt wird.
Dr. Haller ist laut Triamed spezialisiert auf arthroskopische Chirurgie der großen Gelenke, Kreuzbandoperationen, Endoprothetik am Knie und Schulterchirurgie und Dr. Remiger auf Endoprothetik von Knie und Hüfte, arthroskopische Chirurgie der großen Gelenke, minimalinvasive Wirbelsäulentherapie und Schulterchirurgie. Zusatzqualifikationen wie Sportmedizin, Chirotherapie, Physikalische Therapie oder Akupunktur und Rehabilitationswesen würden ebenfalls eingebracht.
Die beiden neuen Konsiliar-Ärzte werden in Wasserburg operieren. Angestrebt wird zum einen der Aufbau eines «Zentrums für Endoprothetik zur regionalen und überregionalen Versorgung von Patienten mit künstlichen Gelenken im Bereich der Hüften, Knie, Schultergelenke, der Sprunggelenke, Ellenbogengelenke und der Hand- und Fußgelenke», heißt es. Darüber hinaus soll der Schwerpunkt minimalinvasive Chirurgie und arthroskopische Gelenkchirurgie in Zusammenarbeit mit Dr. Bitter, selbst Gelenkspezialist, ausgebaut werden. Dieser Bereich wurde deutlich erweitert, seit Dr. Bitter Chefarzt ist. «Die Gesamtfallzahl in der chirurgischen Abteilung konnte seit dem letzten Jahr insgesamt um 17 Prozent gesteigert werden», wird mitgeteilt. Bei den neu eingeführten Techniken, den arthroskopischen Operationen von Knie und Schulter, seien bislang bereits 100 Eingriffe erfolgt, bei Knieendoprothesen etwa 50 und bei Hüftendoprothesen rund 80 Eingriffe.
Eingebaut soll in die Kooperation auch die Abteilung für Anästhesie mit Dr. von Löwenfeld werden, und zwar im Bereich der interdisziplinären Schmerztherapie bei chronisch schmerzhaften Erkrankungen des Rückens und der Gelenke.
Eine Konkurrenz zwischen Wasserburg und Ebersberg sieht die Kreisklinik nicht: «Nicht in diesem Bereich», so Sprecherin Petra Scharf auf Nachfrage. |