Wasserburg (syl) - «Eine Praxis im Krankenhaus, das ist schon eine neue Situation», stellte Hans-Peter Fischer, Verwaltungsleiter der Triamed-Kliniken des Landkreises fest. Eine Situation, die seit Jahresanfang Realität ist: Dr.Wolfgang Schneid hat im Erdgeschoss des Wasserburger Krankenhauses eine neurochirurgische Praxis aufgemacht.«Wir als Träger mussten uns im Zuge der Gesundheitsreform neu positionieren, überlegen ob wir uns zurückziehen oder neu aufstellen», so Landrat und Triamed-Verwaltungsratsvorsitzender Dr.Max Gimple. Der Kreistag entschied sich für Letzteres. Selbstverständlich solle das Krankenhaus ein Haus der Grund- und Regelversorgung sein und bleiben, zugleich solle aber neue Attraktivität sorgfältig aufgebaut werden. Die Kooperation mit der neurochirurgischen Praxis im Haus sah Gimple als einen weiteren Schritt dahin.
Schneid, der seit 1999 Oberarzt am Behandlungszentrum in Vogtareuth war, wird in seiner Praxis unter anderem Schmerzbehandlungen nach Bandscheibenvorfällen oder kleine Eingriffe wie beim Carpaltunnelsyndrom ambulant behandeln, hat aber auch Betten im Haus. Im stationären Bereich arbeitet Schneid mit der Chirurgie des Krankenhauses zusammen, erweitert deren Spektrum zum Beispiel um Bandscheiben- und Kopfoperationen. Der Kontakt zu und die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen sei ihm sehr wichtig, so Schneid, deswegen habe er sich schon lange vor der Praxiseröffnung mit ihnen in Verbindung gesetzt. Wie wichtig dem Krankenhaus die enge Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten in und um Wasserburg sei, das betonten auch Fischer und Gimple. «Wir als Träger wollen, dass dieses Haus als «unser Krankenhaus» empfunden wird», so Gimple, «die Zeit des Ausweichens in Nachbarkrankenhäuser soll vorbei sein.»
|