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Nahtloser Übergang in der Chirurgie Wasserburg (vo) - Des Öfteren war an diesem Festabend im Wasserburger Krankenhaus von einem Neuanfang, von einer Zäsur die Rede. Ein Zeichen war auch der Rahmen für den Amtsantritt am Dienstag von Professor Dr. Josef Stadler als neuer Chef der Chirurgischen Abteilung mit niedergelassenen Ärzten, Kommunalpolitikern und Mitarbeitern des Hauses zu jazziger Musik, gespielt von Schülern.
Vorgänger Professor Dr. Jürgen Roder hatte sich am Montag von seiner Abteilung verabschiedet. Für den neuen Chefarzt der Chirurgie am Wasserburger Krankenhaus war der Dienstag der erste Diensttag in seiner neuen Funktion. «Ich habe bei der Betriebsversammlung gemerkt, dass ich willkommen bin», meinte er am Abend. Landrat Dr.Max Gimple betonte, dass man sich «nicht im Zorn von Professor Roder getrennt hat». Er habe eine wichtige Brückenfunktion ausgefüllt, als es im Haus große Verunsicherung gegeben habe. «Ab heute beginnt etwas ganz anderes, ein neues Kapitel», so der Landrat, der kurz die radikalen Änderungen im Gesundheits- und Krankenhauswesen skizzierte wie auch die sehr viel größer gewordenen Anforderungen an die Chefärzte. Neben fachlicher Kompetenz sei der persönliche Draht zu den Patienten, Kommunalpolitikern und niedergelassenen Ärzten unabdingbar. «Professor Dr.Stadler ist ein herausragender Chirurg und als Eggstätter kommt er von der Nahtstelle zwischen dem Chiemgau und Wasserburg». «Oh je, jetzt kommen die Priener», habe man zuerst gedacht, juxte der Chefarzt der Innern, Professor Dr.Heiko Rath, beim Festabend. Landrat Dr.Max Gimple habe ihm dann geraten, mit Dr.Stadler zu reden und schon beim ersten Gespräch habe er festgestellt, «der möchte uns helfen». Er ist sicher, dass es in Wasserburg gelingt, «ein neues Haus hinzustellen, das der Zukunft gewachsen ist». Dazu müssten auch Mauern eingerissen werden. Eine sei vergangenes Jahr im Haus gefallen mit einer gemeinsamen Station für Innere Medizin und Chirurgie. Jetzt müssten die Mauern zwischen den Krankenhäuern fallen. Kompetenz und Kontinuität am Wasserburger Krankenhaus seien gewährleistet, nun müsse man die interdisziplinäre Zusammenarbeit der beiden Häuser in Prien und Wasserbur intensivieren. Klaus-Peter Fischer, Vorstand des Kommunalunternehmens Kreiskliniken, nannte die Besetzung von Professor Dr.Josef Stadler «einen Gewinn für Wasserburg». Man habe für die Krankenhäuser neue Strukturen geschaffen, in vielen Bereichen vieles wirtschaftlich optimiert. «Erfolgreich in die Zukunft als moderner Dienstleister» sei die Strategie. Dazu gehöre auch, dass in Wasserburg die Chirurgie weiter verstärkt werde im Kollegialsystem mit einem Unfallchirurgen. «Wir haben schon zahlreiche Bewerbungen», so Fischer. Dr.Josef Stadler, seit 1997 Chefarzt der Chirurgie in Prien, wird an den beiden Häusern im überörtlichen Einsatz sein. An beiden Häusern unterstützt ihn ein Fach- und Oberarztteam. Stadler studierte nach seinem Abitur in Prien Medizin an der Universität in München. Die vielen Aus- und Weiterbildungsstationen auch im Ausland absolvierte er mit summa cum laude. Im Klinikum rechts der Isar begann er 1984 mit der Ausbildung zum Chirurgen.
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