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Das 100. Kind ist «aufgetaucht» Wasserburg (re) - Im Kreiskrankenhaus Wasserburg fand kürzlich die 100. Wassergeburt statt.
Etwa jede vierte Frau wählt mittlerweile diese Form der Entbindung, die in einer Pressemitteilung des Krankenhauses als schmerzloser und gesünder für die Mütter bezeichnet wird. Das liege an der entspannenden Wirkung des temperierten Wassers. «Seit Einführung der Wassergeburt hat sich die Kaiserschnitt-Rate von 20 auf 15 Prozent abgesenkt, obwohl landesweit ein gegenläufiger Trend zu beobachten ist», so das Krankenhaus. Versichert wird, dass auch unter Wasser die Überwachung der kindlichen Herztätigkeit gewährleistet ist. Sie erfolgt über funkgesteuerte Monitore, es sei also die gleiche Sicherheit wie bei der «Landgeburt» gewährleistet. Die Angst, dass die Neugeborenen Wasser einatmen könnten, entkräften die Fachleute: «Natürliche kindliche Reflexe verhindern das Einatmen des Wassers, auch wenn sich das Kind nach der Geburt noch einige Sekunden unter Wasser befindet.» Wohl auch mit Blick auf den tragischen Unglücksfall bei einer Geburt in einem anderen Krankenhaus, der derzeit vor Gericht ein Nachspiel hat, wird von der Klinik versichert, dass die Geburt in allen Formen stets durch eine erfahrene Hebamme und bei der unmittelbaren Geburt durch einen Facharzt begleitet wird. Weitere Fachärzte stünden im Bedarfsfall innerhalb kürzester Zeit bereit. Der bisherige Ober- und neue Chefarzt Dr. Martin Heindl ist nicht nur Frauenarzt und Geburtshelfer, sondern auch Neugeborenennotarzt. Schließlich weist das Kreiskrankenhaus darauf hin, dass für die traditionelle Form der Entbindung in Wasserburg eine «Gebärinsel» als behaglicher Entbindungsraum zur Verfügung steht. Und auch die Neugeborenen würden in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kinderärzten Wasserburgs bestens betreut, auch bei Risikoschwangerschaften, also etwa Frühgeburten ab der 33. Schwangerschaftswoche.
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