Wasserburg in die Kooperation nehmen Mühldorf/Wasserburg (hon/koe) -- Die Pflegeschule im Krankenhaus Wasserburg soll in die Kooperation der Kliniken Mühldorf, Ebersberg und Erding einbezogen werden. Das erklärte Mühldorfs Kliniken-Geschäftsführer Bernhard Kölbl auf Anfrage.
Derzeit werden die Pflegerinnen und Pfleger der Kreiskrankenhäuser Haag und Mühldorf in der Pflege des Kreiskrankenhauses Wasserburg ausgebildet. Die unlängst beschlossene Kooperation mit den Krankenhäusern der Landkreise Erding und Ebersberg schließt das Thema Ausbildung mit ein. Trotzdem solle damit die bisherige Praxis der Ausbildung Mühldorfer Pflegeschülerinnen in Wasserburg nicht einfach enden. «Wir wollen Wasserburg reinholen in die Kooperation», betont Geschäftsführer Kölbl.
Die Zusammenarbeit im Bereich Ausbildung wird «als Maßnahme der Zukunftssicherung » nach seiner Ansicht notwendig, weil kleinere Schulen künftig verstärkt Schwierigkeiten bekommen könnten. Hintergrund ist hier - wie bei den meisten Veränderungen im Krankenhauswesen - das neue Abrechnungssystem DRG nach Fallpauschalen. Bisher war die Ausbildung über die Pflegevergütung geregelt, so dass sich die meisten Krankenhäuser eigene Pflegeschulen leisten konnten. Künftig gibt es nur noch einen Zuschuss: «Wir haben Sorge, dass kleine Einheiten nicht mehr zurecht kommen.» In Wasserburg - das Haus wird wie die übrigen Kreiskrankenhäuser im Landkeis Rosenheim als selbständiges Kommunalunternehmen geführt - werden derzeit Schüler aus Haag, Mühldorf, Prien, Bad Aibling und Wasserburg ausgebildet. Vom dortigen Geschäftsführer Klaus-Peter Fischer wird die Bereitschaft zu Gesprächen über eine Zusammenarbeit bestätigt. Man sei grundsätzlich für jede Kooperation offen. Konkrete Vorstellungen sind Fischer allerdings noch nicht bekannt. In Wasserburg hat man bisher in erster Linie an eine Kooperation mit den Pflegeschulen der Stadt Rosenheim und des Bezirks in Gabersee gedacht.
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