Neuer Chef ist Unfallchirurg Wasserburg (koe/re) - Das Kreiskrankenhaus Wasserburg hat ab morgen wieder einen eigenen chirurgischen Chefarzt.
Nachdem Professor Josef Stadler aus Prien seit dem Ausscheiden von Dr. Roder im Frühjahr diese Funktion mit eingenommen hat, wird nun Dr. Clemens Bitter wieder vor Ort die Leitung übernehmen. Sein Schwerpunkt ist die Unfallchirurgie. Bitter ist 43 Jahre alt und gebürtiger Münchener. Studiert hat er an der Ludwig Maximilians Universität in München, am Institut für Rechtsmedizin promovierte er dann. Seine unfallchirurgische Ausbildung hat er an der Unfallklinik in Murnau erhalten, wo er auch intensiv in die Behandlung von Schwerstbrandverletzten und in Hand- und Plastische Chirurgie eingewiesen wurde. Seit 2000 war er Leitender Oberarzt in der Abteilung Chirurgie am Krankenhaus Schongau.
Die Kreiskliniken hätten das Ziel, durch eine noch engere Zusammenarbeit die wohnortnahe Versorgung der Patienten zu optimieren, heißt es in einer Pressemitteilung zu der Neubesetzung. Professor Stadler habe dafür als Ärztlicher Direktor, Chefarzt in Prien und interimsweise in Wasserburg ein äußeres Zeichen gesetzt. Allerdings sei man von Anfang bestrebt gewesen, die Unfallchirurgie durch einen neuen Chefarzt zu besetzen, um Dr. Stadler zu unterstützen und zu entlasten.
«Mit Herrn Dr. Bitter hat man einen hochqualifizierten Chirurgen gefunden, der die Angebotspalette der Kreisklinik in der Allgemein- und Unfallchirurgie in idealer Weise abrundet und ergänzt», ist die Klinikleitung überzeugt. Bitter werde nicht nur das bisherige chirurgische Spektrum in gewohnt professioneller Weise fortführen, sondern auch erweitern, um die Gelenkchirurgie (arthroskopische Eingriffe), Gelenkersatzoperationen (Endoprothetik) und die Handchirurgie.
Professor Dr. Stadler, der seit 1997 auch Chefarzt der Chirurgie an der Kreisklinik Prien ist, werde sich somit wieder verstärkt auf Prien konzentrieren. Als Ärztlicher Direktor und mit seinem Spezialwissen werde er aber nach wie vor auch in den anderen beiden Häusern wirken. «Seine Hauptaufgabe liegt in der Koordination der medizinischen Arbeit der einzelnen Krankenhäuser mit Fokus auf medizinischer Qualität, Patientenorientierung und deren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.»
Ziel der Direktoriumstätigkeit sei es unter anderem, die Patienten in ihrem wohnortnahen Krankenhaus zu behandeln. «Bei Bedarf sollen dann die Spezialisten aus den anderen Kreiskliniken zugezogen werden. Nicht der Patient soll zum Experten, sondern der Experte zum Patienten kommen.»
Sowohl Dr. Stadler als auch der Vorstand des Kommunalunternehmens, Klaus-Peter Fischer, setzen nun mit Dr. Bitter auf «Kontinuität in personeller Hinsicht». Der neue chirurgische Chef werde auch die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten stärken, etwa durch gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen. Neben der Arbeit im OP werde der neue Chirurg ab sofort gemeinsam mit den Oberärzten die Krankenhausambulanz und die Sprechstunden führen.
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