Triamed Kreisklinik Wasserburg
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Qualität und direkter Kontakt



Wasserburg (koe) - Hat angesichts allgemein sinkender Geburtenzahlen die Geburtshilfe und Gynäkologie im Kreisklinikum Wasserburg noch eine Zukunft? Der neue Chefarzt der Abteilung, Dr. Martin Heindl, ist sehr zuversichtlich.


Er stellte jetzt sein Konzept vor, das auf zwei Säulen ruht: moderne Behandlungsmethoden und der persönliche Kontakt, auch und gerade zum Chefarzt.

Seit fünf Jahren ist Dr. Heidl in Wasserburg, seit 1. Februar Chefarzt der Gynäkologie. Bei seinem Kommen im Jahr 2000 brachte er neue Operationsverfahren mit nach Wasserburg. Seither ist auch an anderer Stelle die Versorgung von Frauen und Kindern weiter ausgebaut worden. «Die Rahmenbedingungen sind gut in Wasserburg», ist der 51-Jährige überzeugt und glaubt auf diesem Hintergrund, dass auch wieder mehr Patientinnen «geworben» und von der Qualität der Behandlung am Kreiskrankenhaus überzeugt werden können.

Grundvoraussetzung dafür ist die entsprechende ärztliche Qualifikation. Und hier kann der neue Chef einiges in die Waagschale werfen. Eigentlich kommt er aus der Kinderheilkunde. Den Facharzt dafür hat Dr. Heindl an der Uni-Klinik in München gemacht, wo er fünf Jahre war, drei davon auf der Intensivstation. Daher ist er auch Neugeborenen-Spezialist. Anschließend wurde er im Krankenhaus Straubing zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe ausgebildet. In einigen Spezialkliniken arbeitete er sich in die modernen Verfahren der minimalinvasiven und Tumor-Chirurgie ein, außerdem in die operative Behandlung von Gebärmuttersenkungen und Inkontinenz.

Nach einer kurzen Station als Chefarzt in Donauwörth, das er aufgrund «zu unterschiedlicher Vorstellungen» verließ, kam Dr. Heindl dann nach Wasserburg, wo er seine Erfahrungen inzwischen in vollem Umfang umsetzt. So ist das Kreisklinikum bei der Brustkrebs-Behandlung jetzt auch apparativ auf dem neuesten Stand. «Für den Titel ‚Brustzentrum' fehlen uns nur die entsprechenden Fallzahlen», so Heindl. Eine Spezialisierung unter den Kreiskliniken bedeutet die Senkungs- und Inkontinenz-Behandlung.

Was die Geburtshilfe angeht, ist der neue Chefarzt auf eine «hervorragende Versorgung der Neugeborenen» stolz: «Wir haben bayernweit die niedrigste Verlegungsquote.» Zusammen mit den Niedergelassenen stellt Dr. Heindl sicher, dass ein Kinderarzt immer zur Stelle ist, wenn es kritisch wird.

Diese «in Geburtshilfe-Stationen keineswegs selbstverständliche fachärztliche Versorgung der Neugeborenen», wie er feststellt, ist für Dr. Heindl ein wichtiger Trumpf. Denn die Geburtenzahlen in Wasserburg sind in den letzten Jahren dem allgemeinen Trend entsprechend leicht unter die Marke von 500 pro Jahr gerutscht, die für eine dauerhafte Rentabilität wichtig ist.

Vielleicht das wichtigste Argument für Wasserburg, das für alle Patientinnen in seinem Bereich gilt, ist für den neuen Chefarzt der persönliche Kontakt. «Hier können wir einfach mehr bieten, als die großen Häuser.» So sichert Dr. Heindl zu: «Krebsbehandlungen werden vom Chefarzt persönlich durchgeführt.» Aber auch andere Frauen, denen es schlecht geht, würden in Wasserburg «täglich mindes-tens einmal den Chef persönlich sehen - und das gilt nicht nur für Privatpatientinnen.»


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