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Neuer Schwerpunkt Lunge Wasserburg (re) - Mit einem neuen Schwerpunkt, der Lungenheilkunde, begegnet die Kreisklinik Wasserburg Asthma bronchiale, Lungenkrebs und sonstigen Lungenerkrankungen. Diese Krankheiten nehmen laufend zu.
Die Lungenerkrankungen wie Asthma, das häufig durch Allergien hervorgerufen wird, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung und Lungenkrebs werden immer häufiger. Das Kreiskrankenhaus Wasserburg hat daher sein Leistungsspektrum der Inneren Medizin um den Schwerpunkt Pneumologie beziehungsweise Lungenheilkunde erweitert.
Seit Mai des letzten Jahres wirkt der Oberarzt und Lungenspezialist Dr. Bernhard Oberacher mit seinem Team am Krankenhaus. Der gebürtige Münchner will der Funktion der Lunge vor allem durch sorgfältige Diagnostik auf die Spur kommen. In der Therapie kommt es ihm auf die Feineinstellung des Medikamenteneinsatzes und die Beurteilung des Krankheitsverlaufes bis hin zur Einstellung auf ambulante Sauerstofftherapie und Heimbeatmung an.
Luftnot, verminderte Belastungsfähigkeit, Husten und Auswurf seien erkennbare Symptome für Lungenkrankheiten, erklärt Dr. Oberacher. Diese könnten auf eine Vielzahl von Krankheiten der Atmungsorgane hindeuten. Beispielsweise könne es sich um ein Asthma bronchiale oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung als Folge einer Bronchitis handeln. In beiden Fällen seien die Atemwege verkrampft und eng. «Statt durch einen Schlauch zu atmen, atmet man wie durch einen Strohhalm», veranschaulicht der Oberarzt.
Aber auch die häufigste Krebsart bei Männern und Frauen ist der Lungentumor. Er hat sogar den Brustkrebs bei den Frauen überholt. Häufigste Ursache sei das Rauchen, so Dr. Oberacher: «Es empfiehlt sich die Vorsorge über den Hausarzt und die frühzeitige Abklärung von Befunden. Dann besteht trotz Aggressivität des Tumors Chance auf Heilung», meint Dr. Oberacher.
Bei Krebsverdacht kann eine Aufnahme mit einem Computertomographen Klarheit schaffen. Pneumologen nehmen dann eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) vor, um das Gewebe zu prüfen. Bei einer Lungenfunktionsprüfung wird festgestellt, ob der Patient durch den Tumor funktionell eingeschränkt und gegebenenfalls für eine Operation belastbar ist und ob er anschließend ausreichend Luft zum Atmen hat. Neben einer Operation sind Bestrahlung oder Chemotherapie weitere Behandlungsmethoden.
Über dieses Leistungsspektrum hinaus hat Dr. Oberacher mit seinem Team weitere Pläne für die Pneumologie am Krankenhaus Wasserburg: «Nachdem viele Menschen mit Schlafstörungen geplagt sind und zu Beatmungsfragen beraten werden möchten, möchten wir in Zukunft auch eine Schlafmedizin anbieten.»
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