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Bessere Hilfe bei Inkontinenz Wasserburg (re) - Es ist ein Tabuthema: Obwohl die weibliche Blasenschwäche (Inkontinenz) und die Senkung des Beckenbodens (Deszensus) weit verbreitet sind, sind diese Erkrankungen offensichtlich immer noch mit einem Makel behaftet. Entsprechend mangelhaft ist die medizinische Versorgung.
Dem will nun das Kreiskankenhaus Wasserburg in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Physiotherapeuten gegensteuern: Es wurde ein «urogynäkologisches Versorgungsnetz» gegründet.
Patientinnen und manchmal auch Therapeuten seien unzureichend informiert, die bestehende Trennung der Behandlung von Arztspraxis, Physiotherapie und Krankenhaus behindere zusätzlich die Effizienz der Versorgung. Das wurde bei der Gründungsversammlung des neuen Versorgungsnetzes festgestellt, an der alle drei Bereiche vertreten waren.
Integrierte Versorgung wird angestrebt. Angestrebt wird eine sogenannte «integrierte Versorgung», entsprechende Verhandlungen mit den Krankenkassen über eigene Kostensätze werden geführt. Doch unabhängig von der Vergütungsfrage soll nun die Kooperation der verschiedenen Bereiche deutlich verbessert werden. Durch das neue «Versorgungsnetz» sollen neue Pfade zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse bei betroffenen Patientinnen ausgebaut werden, so Dr. Martin Heindl.
Der Chefarzt der Gynäkologie am Kreiskrankenhaus Wasserburg beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema und führt sowohl konservative als auch operative Behandlungen durch. Mit im Boot sind außerdem die gynäkologischen Praxen in Wasserburg, die niedergelassenen Urologen und einige krankengymnastische Praxen, die Beckenbodengymnastik durchführen. Schließlich wird auch noch Dr. Klein als Neurologe bei Bedarf mitwirken.
Schwerpunktmäßig werden die niedergelassenen Ärzte die Vordiagnostik, konservative Behandlungen und Nachbetreuung nach Operationen übernehmen. Spezielle urodynamische Messungen und die Operationen führt Dr. Heindl am Kreiskrankenhaus durch.
Regelmäßige Fallkonferenzen In festgelegten Abständen kommen alle Behandler künftig zu Fallkonferenzen zusammen, wo interdisziplinär die Behandlungsstrategie für jede Patientin festgelegt wird. Außerdem haben sich alle Mitglieder des Versorgungsnetzes zu regelmäßigen Fortbildungen verpflichtet.
Patientinnen und manchmal auch Therapeuten seien unzureichend informiert, die bestehende Trennung der Behandlung von Arztspraxis, Physiotherapie und Krankenhaus behindere zusätzlich die Effizienz der Versorgung. Das wurde bei der Gründungsversammlung des neuen Versorgungsnetzes festgestellt, an der alle drei Bereiche vertreten waren.
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