Triamed Kreisklinik Bad Aibling
Kommunalunternehmen der
Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim
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Kampf der Schwerhörigkeit


Neuer Belegarzt am Kreiskrankenhaus Bad Aibling, Prof. Dr. Benno Paul Weber, weltweit erfahrener HNO-Spezialist und  einer der international erfahrensten Cochlea-Implantat-(elektronische Innenohrprothese)-Chirurgen  baut auf neueste Behandlungsmöglichkeiten bei Schwerhörigkeit.

Wer Geräusche und Gespräche in seiner Umwelt nicht oder nur mangelhaft hören kann, der leidet unter Schwerhörigkeit. „Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann durch spezielle Tests mit Tönen und Wörtern die Hörfähigkeit feststellen“, sagt Prof. Dr. Weber. „Der Facharzt unterscheidet leichte, mittel- und hochgradige Schwerhörigkeit.“ Für die Betroffenen bedeutet Schwerhörigkeit aber mehr als nur ein körperliches Leiden: Viele ziehen sich aus der Kommunikation mit anderen zurück und leiden sogar unter Depressionen. Wird die Erkrankung erkannt, können die Betroffenen durch verschiedene Hörhilfen ihre Lebenssituation verbessern.

Häufigste Ursache für Schwerhörigkeit ist Lärmbelastung am Arbeitsplatz. Viele Schwerhörigen sind schon älter, denn im Alter lässt bei den meisten Menschen das Gehör nach. Schwerhörigkeit kann aber auch erblich bedingt oder die Folge einer entzündlichen Erkrankung sein. Dröhnende Bässe und zu laute Musik sind häufig Anlass für Streit zwischen Eltern und Kindern. Auch Fernseher und elektronisches Spielzeug sind Lärmquellen in Deutschlands Kinderzimmern. Als Folge von Freizeitlärm leiden heutzutage schon viele Jugendliche unter Hörschäden

Rückzug aus der Kommunikation
„Das Schlimmste für Schwerhörige ist, dass sie ständig nachfragen müssen bei Unterhaltungen. Das führt bei anderen dazu, dass sie sich ungern an die Betroffenen wenden, weil das Nachfragen die Unterhaltung stört“, so Weber. Viele
Schwerhörige trauen sich dann nicht mehr, nachzuhaken. Sie können Unterhaltungen nicht  mehr folgen und ziehen sich immer mehr zurück. Als Folge dieser Isolation leiden sie häufig unter Depressionen.

Gerät richtig anpassen
Um Isolation zu verhindern, ist es wichtig, möglichst früh den Hörverlust durch ein Hörgerät oder eine elektronische Innenohrprothese auszugleichen. Prof. Dr. Benno Paul Weber war weltweit einer der ersten, die ein teilimplantierbares Hörgerät eingesetzt haben. Die praktische Versorgung von tauben und schwerhörigen Patienten steht dabei seit 20 Jahren im Zentrum seiner Forschungsaktivitäten.
Den etwa 15 Millionen Schwerhörigen in Deutschland steht jetzt eine Alternative zum konventionellen Hörgerät zur Verfügung: ein implantierbares Hörsystem.  Das implantierbare System ist besonders interessant für diejenigen, denen aus medizinischen oder kosmetischen Gründen mit normalen Hörgeräten nicht ausreichend geholfen werden kann.
Dank technischer Fortschritte ist die Behandlung von Schwerhörigkeit in den vergangenen Jahren enorm verbessert worden. Moderne Hörcomputer werden in winzig kleine Gehäuse eingebaut, so dass sie beim Tragen fast unsichtbar im Ohr verschwinden. Dennoch eignen sich diese konventionellen Hörgeräte für viele Schwerhörige nicht. Hierzu zählen Menschen mit Kontaktallergien oder einer hohen Produktion von Schweiß oder Ohrenschmalz. Aber auch diejenigen, die eine Blockierung des Ohrkanals (Okklusion) nicht vertragen oder aus kosmetischen Gründen Hörgeräte ablehnen, kommen für die neuen teilimplantierbaren Hörgeräte in Betracht.
 „Entscheidend bei konventionellen Hörgeräten ist die sorgfältige Anpassung des Geräts. Dazu sind meistens mehrere Besuche bei einem Hörgeräteakustiker nötig. Die Betroffenen sollten aber hartnäckig bleiben: Nur wenn das Hörgerät optimal auf sie eingestellt ist, hilft es auch“, sagt Prof. Dr. Weber.

„Es gibt Formen angeborener Schwerhörigkeit, die nicht unbedingt bei der Geburt direkt auffallen“, erklärt Weber „Vor allem bei Kindern ist die frühe Erkennung eines Hörfehlers wichtig, denn Kinder, die schlecht hören, lernen nur schwer sprechen und können kaum soziale Kontakte knüpfen.“
Die Hörfähigkeit ist Teil der ärztlichen Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U8, die
die Krankenkassen bezahlen. Eltern sollten mit ihren Kindern regelmäßig daran teilnehmen.

Erguss im Ohr
Sobald Eltern merken, dass ihr Kind schlecht hört, sollten sie mit ihrem Kinderarzt sprechen oder einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt um Rat fragen.
„Kinder zwischen drei und sechs Jahren bekommen zum Beispiel häufig einen Erguss im Ohr und hören dadurch schlechter. Ein solcher Erguss kann aber leicht durch eine Operation entfernt werden“, sagt Weber. In manchen Fällen kann tauben Menschen mit implantierbaren Elektroden geholfen werden. „Diese Lösung wird vor allem bei Kindern gewählt, die von Geburt an gehörlos sind. Auch wenn sie mithilfe der Technik nur sehr blechern hören – es hat sich gezeigt, dass sie gut sprechen lernen.“

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Praxis Prof. Dr. Weber, Münchnerstr. 2, Bad Aibling, Telefon:08061/938493
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