Triamed Kreisklinik Bad Aibling
Kommunalunternehmen der
Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim
Triamed Kreisklinik Bad Aibling
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83043 Bad Aibling
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Neuer Chefarzt Anästhesie an der Kreisklinik Bad Aibling begleitet die Arbeit in den neu eingerichteten Palliativ- und Hospizzimmern im Rahmen der Schmerztherapie


Das Wort „pallium“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Mantel“. Dieser „Mantel“ symbolisiert die beschützende und ganzheitliche Pflege und Versorgung des Sterbenden und schließt auch seine Familie mit ein.

Festgelegt wurde diese Definition von der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Die Behandlung von Patienten mit aktiver, progressiver, weit fortgeschrittener Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung, für die das Hauptziel der Begleitung die Lebensqualität ist“. Grundlage sind international festgelegte Qualitätsmerkmale, die medizinische, pflegerische und psychosoziale Standards beschreiben. Dazu gehören insbesondere frühzeitige Feststellung und Behandlung von Schmerzen und psychosozialen Themenbereichen.

Im Gegensatz zu allen anderen Maßnahmen in der Gesundheitsversorgung wird bei der palliativen Pflege nicht die Heilung, sondern die Linderung der Beschwerden und Begleitung in den Mittelpunkt gestellt. Schwerpunkt ist zum jeweils aktuellen Zeitpunkt die bestmögliche Lebensqualität des Betroffenen zu erreichen. Dies geschieht insbesondere durch eine umfassende Symptomkontrolle, Schmerztherapie und Berücksichtigung aller psychischen, sozialen und spirituellen Frage- und Problemstellungen.

 

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde im Rahmen eines hausinternen Projektes in der Kreisklinik Bad Aibling in Zusammenarbeit von mehreren Berufsgruppen zwei Palliativ- und Hospizzimmer eingerichtet.

Durch die Eröffnung dieser Zimmer stehen erstmals auch im Landkreis Rosenheim Palliativ- und Hospizzimmer zur Verfügung.

 

Die so genannten „Brückenzimmer“, die seit dem 01.03.2005 angeboten werden, sind wohnlich eingerichtete Einzelzimmer, wo Menschen in der letzten Phase einer schweren Erkrankung allein und /oder zusammen mit Angehörigen sein können.

Die Mitarbeiter haben es sich zur Aufgabe gemacht sie zu unterstützen und zu pflegen, damit sie in dieser Zeit so bewusst und zufrieden wie möglich leben können.

 

Durch die Gestaltung der Zimmer versucht man so wenig wie möglich an einen routinemäßigen Krankenhausbetrieb zu erinnern. Die Zimmer können auch von den Patienten und ihren Angehörigen durch persönliche Gegenstände, Bilder und Blumen individuell gestaltet werden.

 

Für die Umsetzung eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes mit möglichst rascher Schmerz- und Symptomtherapie stehen neben kompetenter ärztlicher und pflegerischer Behandlung die enge Zusammenarbeit mit Seelsorgern, Sozialpädagogen und Physiotherapeuten im Vordergrund. Zusätzlich kann auch von Patienten und Angehörigen die Hilfe eines Mitarbeiters des Jakobus Hospizverein Rosenheim e. V. in Anspruch genommen werden, der in enger Zusammenarbeit mit der Kreisklinik Bad Aibling steht.

 

Diese Arbeit wird seit 01.07 in idealer Weise begleitet durch den neuen zweiten Chefarzt der Anästhesie, Herrn Dr. Guido Pfeiffer. Herr Dr. Pfeiffer verfügt über langjährige Erfahrung in der ambulanten und stationären Schmerztherapie.

Über seine Tätigkeit zuletzt als leitender Oberarzt und Leiter des Schmerzdienstes am Behandlungszentrum Vogtareuth konnte Herr Dr. Pfeiffer die Zusatzqualifikation in spezieller Schmerztherapie erlangen. Herr Pfeiffer beherrscht sowohl die konservative, wie auch invasive Schmerztherapie mittels Schmerzkathetern. Gerade letztere Therapie erlaubt eine Schmerzausschaltung ohne die sonst häufigen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Magenbeschwerden und Müdigkeit.

 

Die umfassenden Erfahrungen und Kenntnisse und die ständige Weiterentwicklung der Schmerzkatheterverfahren durch Dr. Pfeiffer in seiner bisherigen Tätigkeit, bieten den Patienten eine neue Dimension der Sicherheit und Schmerzausschaltung, was insbesondere in der Palliativmedzin von entscheidender Bedeutung ist, nach dem Motto und Zitat von Cicely Saunders:

 

„ Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben geben“.
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