Triamed Kreisklinik Prien am Chiemsee
Akademisches Lehrkrankenhaus
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Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim
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Hitzewelle - viele trinken zu wenig


Prien (db) - Fast 80 Personen mussten seit Beginn der Hitzewelle wegen akuten Flüssigkeitsmangels und den Folgen in der Kreisklinik Prien behandelt werden. Auffallend hoch ist seit Wochen auch die Zahl von Wespenstichen und vor allem Zeckenbissen.

Vor allem Sportler und ältere Menschen laufen derzeit Gefahr, gesundheitliche Probleme zu bekommen, weiß Professor Dr. Christoph von Ritter, Chefarzt der Inneren Medizin im Priener Krankenhaus. Nicht wenige Hobbysportler neigen dazu, sich trotz praller Sonne und extremer Temperaturen zu überanstrengen, ihr Trainingspensum nicht den äußerlichen Bedingungen anzupassen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der Flüssigkeitsverlust nicht entsprechend ausgeglichen werde. Ritter rät dazu, das Trainingspesnum den Umständen anzupassen, also die Sportzeiten zu verkürzen oder in die frühen Morgen- und Abendstunden zu verlegen.

Ein bis zwei Liter Wasser sollte jeder bei diesem Wetter mindestens täglich trinken, der «nur» seinen normalen Alltagstätigkeiten nachgehe, sich also nicht über Gebühr anstrenge. Ritter wies im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung auch darauf hin, dass der Mensch nicht nur durch das Schwitzen, sondern auch durch das Atmen viel Flüssigkeit verliere. Wenn beim Sport also die Atmung beschleunigt wird, sei der Nachholbedarf entsprechend hoch.

Ob der Mensch genug Flüssigkeit aufgenommen habe, lasse sich ziemlich leicht feststellen, so der Mediziner: Je heller der Urin, desto besser. Seit kurz vor Beginn der Fußball-WM Anfang Juni der Sommer Einzug gehalten hat, mussten sich 78 Personen im Krankenhaus wegen der Folgen von Flüssigkeitsverlust behandeln lassen. Dazu zählen die Mediziner Erscheinungen, die landläufig als Hitzschlag oder Sonnenstich bekannt sind. Schwindel, Übelkeit und Schüttelfrost gehören zu deren typischen Merkmalen.

Aber auch andere sommerliche Begleiterscheinungen halten das Personal in der Klinik seit Wochen auf Trab. Allein 15 Personen wurden wegen heftiger allergischer Reaktionen infolge eines Wespenstiches eingeliefert. Auffallend sei auch, dass vermehrt Stiche in die Füße verzeichnet würden, wohl eine Folge davon, dass nicht nur Kinder zurzeit gerne barfuß laufen.

Noch viel öfter als Wespen rücken aber andere Insekten den Menschen zu Leibe. 45 Zeckenbisse sind seit Anfang Juni in der Kreisklinik erfasst worden. Aber nur in zwei Fällen seien die Patienten an Borreliose erkrankt.

Um den Sommer genießen zu können, rät der Mediziner, nicht nur auf die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme zu achten. Auch Elektrolyte seien wichtig. Um den Tagesbedarf zu decken, reiche zum Beispiel schon ein alkoholfreies Weißbier.
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