Triamed Kreisklinik Wasserburg
Kommunalunternehmen der
Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim
Triamed Kreisklinik Wasserburg
Krankenhausstr. 2
83512 Wasserburg am Inn
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Selbsthilfegruppen «Hand in Hand» unterwegs


Ein Netz spannt sich symbolisch durch das Foyer der Kreisklinik. Darunter versammelten sich jetzt Vertreter von Selbsthilfegruppen aus der Region. Die Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflege des Landkreises hatten sie vernetzt.

Wasserburg - Es begann vor vier Jahren mit einer Broschüre, entwickelte sich zum klassenübergreifenden Projekt: Selbsthilfegruppen aus der Region, vor allem aus dem medizinischen Bereich, haben die Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflege des Landkreises zusammengeführt. Auf einem «Marktplatz» stellen sich diese Gruppen nun unter dem Motto «Hand in Hand» vor. Zunächst in Wasserburg (bis zum 18.Mai), vom 26.Mai bis 2.Juni in der Kreisklinik Bad Aibling und vom 9.bis 16. Juni in der Kreisklinik Prien.

«Eine tolle Geschichte» fand nicht nur der Triamed-Vorstand Klaus-Peter Fischer, der zur Auftaktveranstaltung «im gebührenden Rahmen» in die Kreisklinik Wasserburg eingeladen hatte. Ehrenamtliche, die von Krankheiten oder Behinderungen Betroffene begleiteten, die seien ihm besonders wertvoll und deswegen finde er das Engagement der Krankenpflegeschüler so sehr positiv, lobte der stellvertretende Landrat Lenz Kollmannsberger.

Wie wichtig Selbsthilfegruppen für menschen sind, die aus dem Krankenhaus kommen und wissen, dass sie nicht wieder ganz gesund werden, das betonten sowohl Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl, als auch Chefarzt Dr.York Höffer von Loewenfeld. Der Betroffene müsse lernen, mit seiner Krankheit oder Behinderung umzugehen, da sei es sehr wichtig, dass er Menschen habe, die wissen, wie es ihm geht, so Kölbl. Und die ihn motivieren, etwas für sich zu tun, ergänzte von Loewenfeld, der - ein Rollenspiel der Schüler vorwegnehmend - selbstkritisch feststellte, dass Ärzte Informationen oft nicht entsprechend herüberbringen und da die Selbsthilfegruppen wertvolle Vermittler seien.

Heidrun Engelhardt, die Leiterin der Krankenpflegeschule, stellte heraus, dass es in der Ausbildung wichtig sei, den Patienten als Individuum herauszustellen, zu lernen, dafür zu sorgen, dass er nicht nur im Krankenhaus, sondern auch später gut betreut ist. Der theoretische Ansatz allein seien ihr zu langweilig gewesen, deswegen freue sie sich über die gelungene Vernetzung von 16 Selbsthilfegruppen durch ihre Schüler.

Auf die institutionalisierte Vernetzung der Selbsthilfegruppen, die Selbsthilfekontaktstellen in Kreis, Land und Bund verwies Jochen Peters vom Landesvorstand der Kontaktstellen. Er betonte zudem, dass Selbsthilfe ein Standortfaktor sei und entsprechende Infrastuktur brauche. So betreue ein Hauptamtlicher rund 50 ehrenamtlich Engagierte, fördere so eine gewisse Kontinuität in deren Arbeit. Wasserburger Zeitung, 14.05.2007, Sylvia Hampel
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