Triamed Kreisklinik Wasserburg
Kommunalunternehmen der
Krankenhäuser des Landkreises Rosenheim
Triamed Kreisklinik Wasserburg
Krankenhausstr. 2
83512 Wasserburg am Inn
Tel.: 08071/77-0
     
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Senkungsprobleme und weibliche Inkontinenz


Gemeinsam mit den niedergelassenen Gynäkologen und Urologen der Region und spezialisierten Physiotherapeutinnen existiert ein "Urogynäkologisches Versorgungsnetz Wasserburg". Die  Vordiagnostik erfolgt durch die niedergelassenen Kollegen Dr. Brandl, Dres. Klemm, Dr. Mayer, Dr. Miethaner, Dr. Pieper, Frau Stopik, Dr. Witt. Konservative Behandlungsmaßnahmen (Pessarversorgung, Beckenbodentraining u. ä.) werden von diesen Kolleginnen/en durchgeführt bzw. veranlasst. Bei entsprechender Indikation erfolgt die Überweisung zum Beckenbodentraining unter physiotherapeutischer Anleitung.

Zur apparativen Diagnostik steht an unserer Abteilung ein urodynamischer Messplatz (ELLIPSE, Fa. ANDROMEDA) zur Verfügung. Die urodynamischen Messungen werden entweder ambulant durch die beiden Urologen (Dr. Miethaner, Dr. Topel) durchgeführt, oder, falls eine Operation bereits geplant ist, von uns am Krankenhaus , im Rahmen einer vorstationären Untersuchung.

Sämtliche operativen Maßnahmen zur Behebung von Senkungszuständen und Inkontinenz werden an unserer Abteilung stationär durchgeführt. Je nach Indikation kommen dabei folgende OP-Techniken zum Einsatz:


Vom vaginalen Zugang:

  • vordere und hintere Scheidenraffung,
  • pararektale Kolposacropexie (nach Egger),
  • Fixatio sacrospinalis (nach Amreich-Richter),
  • vordere Levatorplastik (Pubococcygeusplastik nach Lahodny),
  • hohe hintere Levatorplastik (nach Lahodny),
  • Kolpokleisis
  • TVT (Tensionfree Vaginal Tape) und ToT (Transobturatorielles Tape)

Die Eingriffe werden mit zunehmender Häufigkeit -je nach Erfordernis- auch unter Verwendung von Polypropylennetzinterponaten durchgeführt.
TVT (Tensionfree Vaginal Tape) und ToT (Transobturatorielles Tape) werden zur Therapie der Harninkontinenz entweder als isolierter Eingriff oder in Kombination mit anderen Maßnahmen eingesetzt.


Vom abdominellen Zugang:

  • Netzgestützte Kolposacropexie mit Verstärkung der vorderen und hinteren Vaginalwand,
  • Rectopexie (bei zusätzlichem Rectumprolaps),
  • Vordere Kolposuspension (nach Burch unter Verwendung von Netzinterponaten)

Gelegentlich sind kombinierte abdomino-vaginale Eingriffe erforderlich. Durch die enge Kooperation zwischen den ambulant und stationär tätigen Kollegen des Versorgungsnetzes soll für jede Patientin das individuell richtige Behandlungs-verfahren gewählt werden.

Die Behandlungen erfolgen nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urogynäkologie.



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