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Pulmologie als Schwerpunkt etabliert Lungenerkrankungen wie Asthma, das häufig durch Allergien hervorgerufen wird, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung und Lungenkrebs nehmen immer mehr zu. Das Krankenhaus Wasserburg hat daher sein Leistungsspektrum der Inneren Medizin um einen neuen Schwerpunkt erweitert: die Pneumologie bzw. Lungenheilkunde. Dort will man der Funktion der Lunge vor allem durch sorgfältige Diagnostik auf die Spur kommen, die Feineinstellung des Medikamenteneinsatzes, die Beurteilung des Krankheitsverlaufes bis hin zur Einstellung auf ambulante Sauerstofftherapie und Heimbeatmung anbieten.
Luftnot, verminderte Belastungsfähigkeit, Husten und Auswurf sind erkennbare Symptome für Lungenkrankheiten. Diese können auf eine Vielzahl von Krankheiten der Atmungsorgane hindeuten. Beispielsweise kann es sich um ein Asthma bronchiale oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung als Folge einer Bronchitis handeln. In beiden Fällen sind die Atemwege verkrampft und eng. „Statt durch einen Schlauch zu atmen, atmet man wie durch einen Strohhalm“, veranschaulicht der Oberarzt. Der Patient hat Erstickungsangst. Die Luftenge kann ein Emphysem mit sich bringen und bis zum Rechtsherzversagen führen. Um das zu verhindern ist es wichtig, dass Patienten rechtzeitig zum Arzt gehen.
Ein Patient, der im Notarztwagen das Krankenhaus erreicht, beispielsweise mit einer akut infektexazerbierten chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung oder einem Asthmaanfall, wird sofort mit bronchienerweiternden Medikamenten und bei nachweisbarem Infekt mit einer antibiotischen Therapie versorgt. Die Blutgase werden geprüft und gegebenenfalls Sauerstoff verabreicht. Auch die Lungenfunktion wird geprüft, um eine gezielte medikamentöse Therapie durchführen zu können, die auch weitere Exazerbationen vermeiden soll.
Atemnot kann aber auch eine Lungenentzündung bedeuten. Ausgelöst durch Keime werden dabei Abschnitte der Lunge von Sekreten belegt, die das Atemvolumen verkleinern. Das kann man sich so vorstellen: Die Lunge wird nicht mehr ganz belüftet, die Aufnahme von Sauerstoff eingeschränkt.
Nicht selten treten zum Beispiel im Rahmen von Lungenentzündungen oder auch bösartigen Erkrankungen (Krebs) Pleuraergüsse (Wasser zwischen Brustwand und Lunge) auf. Hier ist eine rasche Abklärung und gegebenenfalls Therapie erforderlich.
Etwas seltener kommen interstitielle Lungenerkrankungen vor. Dazu gehören Erkrankungen, die die kleinsten Atemwege, die Alveolen, befallen haben. Der Befall kann bis zum irreversiblen Umbau in Narbengewebe (Fibrose) fortschreiten. Hierbei vernarbt die Lunge und sättigt den Körper nicht mehr richtig mit Sauerstoff. Beispielsweise entsteht die sogenannte Farmerlunge durch allergische Reaktionen auf Heu.
Als Folge kann der nötige Sauerstoff durch die kleinsten Atemwege nicht mehr so gut in das Blut gelangen. Ein in Altbauwohnungen häufig vorkommender Pilz kann ähnliche Reaktionen verursachen.
Des weiteren können sich bei immunologischen Prozessen Veränderungen wie Bildung von Granulomen (kleine Knötchen) bilden. Diese können im ganzen Körper auftreten, aber besonders in der Lunge lebensbedrohliche Auswirkungen entwickeln, weil der Gasaustausch dadurch beeinträchtigt würde.
Auch Unfälle wie das Verschlucken eines Hähnchenknochen oder einem Pneumothorax (Zusammenfallen einer Lunge durch z.B. einen Unfall) fallen in den Bereich der Lungenheilkunde. Bei Verschlucken wird der Knochen mittels Bronchoskopie (Lungenspiegelung) entfernt . Bei einem Pneumothorax die Luft mit einer Drainage abgelassen.
Andere Krankheiten wie Rheuma, Leberzirrhose, Linksherzerkrankungen oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen wirken sich ebenfalls auf die Lunge aus.
Dann gibt es noch Erkrankungen der Lungenstrombahnen, dabei handelt es sich um eine Thrombose der Lungengefäße, das heisst Blutgefäße verstopfen und der Sauerstoff kann nicht mehr regelgerecht abtransportiert werden.
Die häufigste Krebsarzt bei Männern und Frauen ist der Lungentumor, er hat sogar den Brustkrebs bei den Frauen überholt. Häufigste Ursache ist das Rauchen. Dabei entarten Lungenzellen und diese können über das Blut und die Lymphe zu anderen Organen wie Herz oder Leber verschleppt werden (Metastase). Es empfiehlt sich die Vorsorge über den Hausarzt und die frühzeitige Abklärung von Befunden. Dann besteht trotz Aggressivität des Tumors Chance auf Heilung. Neben dem Rauchen können auch Stoffe wie Asbest Lungenkrebs auslösen, wobei hier erst 20 bis 30 Jahre nach Kontakt mit dem Stoff der Krebs auftrete.
Bei Krebsverdacht kann eine Aufnahme mit einem Computertomographen Klarheit schaffen. Pneumologen nehmen dann eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) vor, um das Gewebe zu prüfen. Danach werden weitere Körperteile auf Ansiedelung von Lungenzellen hin untersucht werden. Bei einer Lungenfunktionsprüfung wird festgestellt, ob der Patient durch den Tumor funktionell eingeschränkt ist und gegebenenfalls für eine Operation belastbar ist und ob er anschließend ausreichend Luft zum Atmen hat. Neben einer Operation sind Bestrahlung oder Chemotherapie weitere Behandlungsmethoden.
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Ausstattung:
Gastroenterologie: Ultraschall (Esaote Technos MPX), Gastroskop (Olympus), Coloskop (Olympus), ERCP (Olympus), Proktoskop alle Endoskope sind von Olympus Serie inkl. 180 mit NBI
Herz-Kreislauflabor: EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruck, Herzecho (Esaote Technos MPX), transösophageales Echo (TEE) (Esaote Technos MPX),
Pulmologie: Bronchoskop (Olympus), Spirometrie, Bodyplethysmographie.
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Daten/Fakten
- Ca. 2400 stationäre Patienten im Jahr
- Ca. 2000 Oberbauchsonographien
- Ca. 1500 Herzechos
- Ca. 1000 Beinvenendoppler
- Ca. 750 Gastroskopien
- Ca. 500 Koloskopien
- Ca. 150 Bronchoskopien
- Ca. 150 ERCP
- Ca. 100 Leberpunktionen
- Ca. 50 PEG
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